Am 14. April 2026 präsentierten die EAK, das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK), die Wirtschaftskammer Österreich (WKO) sowie der Österreichische Gemeindebund als Vertreter der Kommunen im Rahmen einer Pressekonferenz in Wien die Fortsetzung der erfolgreichen Informationskampagne
„Her mit Leer II“.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand eine zentrale Herausforderung der Abfallwirtschaft: die zunehmenden Brände durch eine unsachgemäße Entsorgung von Lithium-Akkus. Diese sind heute in zahlreichen Alltagsgegenständen verbaut – von kabellosen Kopfhörern über elektrische Zahnbürsten bis hin zu scheinbar harmlosen Produkten, wie singenden Grußkarten. Gleichzeitig werden sie von vielen Konsument:innen nicht als Batterien/Akkus wahrgenommen und gelangen daher häufig fälschlicherweise in den Restmüll oder andere Sammelfraktionen. Die Folgen dieser Fehlwürfe sind erheblich: Trotz einer Batteriesammelquote von aktuell 53 % in Österreich landen jährlich weiterhin mehrere Millionen Lithium-Akkus im Restmüll. Im Jahr 2025 wurden zudem rund 36 schwere Brände in heimischen Entsorgungsbetrieben verzeichnet, die teilweise auf falsch entsorgte Akkus zurückzuführen sind. Diese Brände stellen nicht nur eine akute Gefahr für Mitarbeitende dar, sondern gefährden auch die Funktionsfähigkeit der Entsorgungsinfrastruktur und verursachen hohe wirtschaftliche Schäden.

Vor diesem Hintergrund wurde im Rahmen der Pressekonferenz von der EAK die Notwendigkeit eines konsequenten Umdenkens bei der Bevölkerung betont. Aufbauend auf den Erfolgen der ersten Kampagnenphase (2021–2024), die bereits zu einer deutlichen Steigerung der Sammelquote beigetragen hatte, setzt „Her mit Leer II“ gezielt auf eine noch breitere und intensivere Ansprache der Bevölkerung. Ziel der Kampagne ist es, das Bewusstsein für die richtige Entsorgung von Lithium-Akkus weiter zu schärfen und insbesondere eine nachhaltige Verhaltensänderung zu bewirken. Neben der Erhöhung der Sammelquote steht vor allem die Reduktion von Brandrisiken in der Abfallwirtschaft im Fokus. Gleichzeitig sollte die Rückgewinnung wertvoller Rohstoffe gestärkt und somit ein wichtiger Beitrag zur Kreislaufwirtschaft geleistet werden. Mehr zur Kampagne erfahren Sie hier.

Die Pressekonferenz macht deutlich: Nur durch das Zusammenspiel von Information, Bewusstseinsbildung und konkreten Handlungsangeboten kann es gelingen, die Bevölkerung zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Lithium-Akkus zu motivieren. Die beteiligten Partner:innen unterstrichen dabei den Schulterschluss zwischen öffentlicher Hand, Wirtschaft und Gemeinden
als wesentliche Voraussetzung für den Erfolg der Kampagne.

Weiterführende Informationen sowie die vollständige Presseaussendung finden Sie im News-Bereich der EAK-Website: www.eak-austria.at/news/.

Herzliche Grüße

Elisabeth Giehser
Elisabeth Giehser