Auf dem Weg zu den Verwertungsanlagen kommt es bei den Elektroaltgeräten leider immer wieder zur Entnahme von Bauteilen und einer Wertstoffentfrachtung. Dabei handelt es sich um kein „Kavaliersdelikt“, da die Entnahme von Bauteilen in vielerlei Hinsicht zu Problemen bei der ordnungsgemäßen Sammlung und Verwertung führt:

Problem der Erreichung der vorgeschriebenen Sammelziele:

Derzeit werden rund 50% der in Verkehr gesetzten Elektrogeräte in Österreich gesammelt und verwertet. Ab 2019 gilt es das Ziel von mind. 65% zu erreichen. Werden bei Elektroaltgeräten Bauteile entfernt, vermindert sich auch das Gewicht der gesammelten Elektroaltgeräte und die Sammelquote sinkt.

Problem der nicht sachgemäßen Verwertung:

Durch die Entnahme von Bauteilen und die Zerstörung von Elektroaltgeräten ist eine qualitativ hochwertige Verwertung oft nicht mehr möglich, zusätzlich kann eine Umweltgefährdung nicht ausgeschlossen werden.

Problem der Erreichung der Recycling- und Verwertungsquote:

Für jede Sammel- und Behandlungskategorie sind bestimmte Verwertungsquoten vorgeschrieben. Wenn wertstoffhaltige Bauteile aus den Geräten fehlen, reduzieren sich auch die Recycling- und Verwertungsmengen bzw. die Mengen an Sekundärrohstoffen.

Problem der geringeren Wertstofferlöse:

Den Kosten für eine ordnungsgemäße Entfernung und Behandlung von Schadstoffen stehen Erlöse aus dem Recycling von Outputfraktionen gegenüber. Werden werthaltige Bestandteile im Vorfeld entfernt, führt das zu einer Erhöhung der Verwertungskosten in den einzelnen Sammel- und Behandlungskategorien.

Daher sind Elektroaltgeräte als „ganze Geräte“ zu sammeln und zu verwerten.

Bauteile und Wertstoffe dürfen keinesfalls entfernt werden!